Ab dem 01.09.2020 ist im Blauen Haus wieder eine FSJ-Stelle für 12 Monate frei!

Bei Interesse einfach anrufen, mailen oder vorbei kommen :-)

Das Kinder- und JugendKulturCentrum Blaues Haus bietet jedes Jahr jungen Menschen die Möglichkeit ein Freiwilliges Soziales Jahr zu absolvieren.

Falls du noch nicht weißt, wie es nach der Schule weitergehen soll oder du dich für eine Ausbildung oder ein Studium im Sozialen Bereich interessierst, kannst du bei einem FSJ im Blauen Haus ein Jahr lang Erfahrungen mit der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und bei Kulturangeboten sammeln und dabei noch ein bisschen Geld verdienen.

Tag der offenen Tür 2019

JuNo, Blaues Haus und Südpol präsentierten sich und vermittelten viele Eindrücke von der Jugendarbeit in Singen, die vielfältige Angebote für Kinder und Jugendliche beinhaltet.

 Aller guten Dinge sind drei. Davon konnte man sich am Sonntag in Singen überzeugen denn alle drei Jugendhäuser öffneten ihre Türen und boten den Besuchern neben Einblicken in ihre Arbeit auch ein abwechslungsreiches Programm. Bei verschiedenen Spielen konnten die Besucher Taler erwerben, die sie dann an anderer Stelle für Speisen und Getränke einlösen konnten. Zudem fuhr ein Shuttle-Bus alle drei Jugendhäuser an. Dies war ein weiterer Anreiz für Kinder und Jugendlichen, alleine oder mit ihren Familien alle Jugendhäuser zu besuchen.

Im Singener Norden ist das JuNo. ,, Unser JuNo ist für alle Singener Kinder- und Jugendlichen zwischen sechs und 17Jahren geöffnet“ , erklärte die Leiterin Ramona Graf. Die Öffnungszeiten sind hauptsächlich an die Bedürfnisse der Kinder aus der Nordstadt angepasst. Man habe erkannt, das vor allem die Jüngeren das JuNo nutzen, die Jugendlichen hätten mit Ganztagesschule und Ausbildung weniger freie Zeit. Ein Renner sei die Hausaufgabenbetreuung mit Mittagessen, zu der man sich ebenso anmelden muss wie zum Ferienprogramm. „ Uns zeichnet aus, dass wie auch eng mit den Eltern zusammenarbeiten“ hebt Ramona Graf hervor. Für die Kinder werde das JuNo so zum zweiten Zuhause.

 Mitten in Singen liegt das Blaue Haus. Hier ist Julia Freter die Leiterin. Auch sie freute sich, dass der Shuttle-Bus gut genutzt wurde. Ein Schwerpunkt des Blauen Hauses ist die Jugendkultur. Hier werden immer wieder Konzerte und ähnliche Veranstaltungen ausgerichtet. Damit sei auch der Altersdurchschnitt leicht erhöht gegenüber den anderen beiden Häusern. Denn dann kommen schon auch mal Jugendliche Mitte Zwanzig. Zudem ist das Blaue Haus auch bei Schul- und Stadtfesten vertreten. Trotzdem werden auch die offenen Angebote gern genutzt.

Dritter im Bunde ist Südpol. Beim Tag der offenen Türe gab es hier auch ein Stempel für das Tischtennis oder Sackhüpfen des Sporttags. „ Wir sind vielfältig aufgestellt“ erklärte Mitarbeiterin Selina Brix. Von 14 bis 20 Uhr warten hier vielfältige Angebote auf Kinder und Jugendliche von sechs bis 17 Jahren. „Wir arbeiten eng mit Schule Kindergarten zusammen“, erläuterte  der Leiter Dieter Zühlke. Darum ist der Südpol auch gut im Süden Singens vernetzt. Die Angebote müssten gar nicht spektakulär sein, wusste Selina Brix. So würden sich die Kinder der Erlebnis AG zum Beispiel immer einen Waldspaziergang wünschen.

 Generell zogen alle drei Jugendhäuser eine positive Bilanz. Neben vielen Kindern, die die Angebote aktuell oder un der Vergangenheit nutzten, nutzen auch Familien den Tag der offenen Türer, um sich einen Eindruck von der Jugendarbeit in Singen zu verschaffen. Dazu gehören auch das Jugendreferat sowie Nadine Behrens und Markus Schwenk von der mobilen Jugendarbeit.

Die 72-Stunden-Aktion

Stoppi, die Stoppuhr: Selten hat ein Maskottchen so gut zu einer Aktion gepasst wie bei der 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Denn vom Donnerstag,2., bis Sonntag, 26. Mai, zählt wirklich jede Minute. Dann haben die Jugendlichen 72 Stunden Zeit, um ein  Projekt vor der eigenen Haustüre zu realisieren. Immer im Blick: Es muss sozial, ökologisch, nachhaltig oder integrativ sein.

Seit 2001 gibt es die Sozialaktion, seit 2013 wird sie bundesweit veranstaltet. Alleine im Bezirk des Bistums Freiburg machten 2013 über 10 000 Teilnehmer mit. Auch im Dekanat Hegau spucken junge Menschen kräftig in die Hände, um ihre Projekte umzusetzen. Wie die Jugendreferenten Christina Fehrenbach und Jean-Pierre Sitzler berichten, werden in der Region acht Ideen realisiert. „Wichtigste Bedingung ist dabei, dass das Projekt nicht für die eigene Gruppe ist. Es muss für jemand anderes sein“, sagt Fehrenbach. Dabei spiele es keine Rolle, ob die Teilnehmer Mitglieder kirchlicher Verbände sind. „Mitmachen kann jeder“, betont Sitzler.

 

Aus dem Dekanat Hegau beteiligten sich drei Ministranten-, zwei Pfadfinder-, eine BDKJ- und eine Gruppe von der Abteilung Jugend und Soziales der Stadt Singen. Die Projekte sind in drei Bereiche aufgeteilt: Entweder man hat sich sein Vorhaben selbst ausgesucht, man plant es mit einem Kooperationspartner zusammen oder man bekommt es zugeteilt. „Das ist die spannendste Variante“, so Fehrenbach. So beabsichtigen die Teilnehmer unter anderem ein Theaterstück zu schreiben und es aufzuführen, Insektenhotels zu bauen, ein Ort der Begegnung in Aach zu schaffen oder den Innenhof eines Friedhofes in Neuhausen ob Eck zu gestallten.

 

„Die jüngsten Teilnehmer werden wohl sechs Jahre alt sein“ verrät Fehrenbach. Das Material für die Projekte wurde indes von Sponsoren und Gönnern zur Verfügung gestellt. „Hier wird etwas geschaffen, das man sieht und das hinterher bleibt“, sagt Sitzler. Und das alles in 72 Stunden unter dem kritischen Blick von Stoppi. Startschuss ist um 17.07 Uhr

Die Zaubershow mit Kai und Jan

Sie sind erst 15 und 12 Jahre alt, aber beeindrucken bereits auf der Bühne: Die Brüder “ Kai und Jan, die Zauberer“ aus Radolfzell treten im Blauen Haus auf!

Noch ist die Welt nicht ganz entzaubert – dafür sorgen unter anderem die Brüder Jan (12) und Kai (15) Eberhard, welche sich wie ihre großen Vorbilder, die Ehrlich Brothers, der Zauberkunst verschrieben haben. Am Samstag, 9. Februar, 16 Uhr, werden die beiden Radolfzeller Nachwuchsmagier das Blaue Haus besuchen, wobei vorab gesagt werden muss, dass in ihrer Show keinesfalls nur Taschenspielertricks vorgeführt werden.

Dem jugendlichen Alter zum Trotz denkt das magische Duo in deutlich größeren Dimensionen: Ihr Ziel ist es mit Tricks zu beeindrucken, die sie beispielsweise selbst verschwinden und im Publikum wieder auftauchen lassen. Das Publikum darf sich also durchaus auf einem Hauch Las Vegas gefasst machen.

Hierzu haben die Brüder gemeinsam mit ihrem Vater komplexe Illusionen ausgetüftelt, für deren Transport inzwischen zwei Anhänger von Nöten sind. Dabei hat alles ganz klein angefangen: Weihnachten 2016 lag bei den Beiden ein Zauberkasten unter dem Tannenbaum und die zwei Jungs waren zunächst recht skeptisch, was sie mit dem Geschenk anfangen sollten.

Erst nach einiger Zeit öffnete Kai den angestaubten Kasten aus Langeweile und führte seinem Bruder ein Trick vor.  “Das klappte ja tatsächlich“, war Kais erster Gedanke, während Jan unbedingt verstehen wollte, wie der Trick funktionierte. Nachdem sie zunächst im familiären Rahmen kleine Auftritte hatten, führte Kai einige Kunststücke während einer seiner Theaterstunden auf. Seine Betreuerin schlug ihm darauf vor, eine eigene Show zu konzipieren.

Seither sind die Brüder als “Kai und Jan, die Zauberer“ unterwegs. Sie haben bereits Bühnenerfahrung im Theater Zeller Kultur und dem Konstanzer Juze gesammelt und sind nun bereits zum dritten Mal im Blauen Haus zu Gast.

Eltern, Familien, Kinder und Jugendliche sowie Zauberbegeisterte aller übrigen Altersklassen dürfen also gespannt sein. Die Show dauert eineinhalb Stunden, der Eintritt ist frei. Über eine Spende freuen sich die beiden jungen Magier allerdings bestimmt!

Das Jugendforum

Die Teilnahme an einem Forum für Jugendliche in der Scheffelhalle war mehr als nur zufrieden stellend. Die Jugendlichen zeigten, wo sie der Schuh drückt. Klar ist: Die Veranstaltung soll keine Eintagsfliege bleiben.

Jugendliche sollen mitmachen – zumindest in Singen. Das Jugendforum unter der Organisation von Jennifer Störk möchte Jugendliche mehr Mitmachrechte geben. Dazu wurde jetzt ein Forum veranstaltet: In der Scheffelhalle konnten Jugendliche an sechs Ständen zu unterschiedlichen Themen ihre Meinung sagen uns ins Gespräch miteinander kommen.

Dabei ging es um die Themen Verkehr und Mobilität, Schule und Arbeit, Kultur und Freizeit, Umwelt, Austausch und Begegnungen sowie Sicherheit in Singen, wovon jedes einzelne als Workshop aufgebaut wurde. Was überraschte: Bereits morgens war die Scheffelhalle ziemlich voll. Laut Oberbürgermeister Bernd Häusler seien mehr als 200 Jugendliche zu dem Treffen gekommen und hätten sich aktiv beteiligt. Er eröffnete das Jugendforum mit einigen Worten, danach stellten sich die Vertreter der Workshops vor.

Nachdem sich die meisten Teilnehmer ein Projekt ausgesucht hatten, wurden in den einzelnen Workshops zuerst Verschläge gesammelt und später die wichtigen Ideen festgehalten und zusammengefasst – diese Entscheidung erfolgte durch Abstimmung. Die Jugendlichen waren unter anderem Klassensprecher oder Schülervertreter und kamen im Auftrag anderer Jugendlicher, aber es waren auch Schüler ohne Mandant dabei. Insgesamt entstand der Eindruck, dass die Teilnahme auf freiwilliger Basis stattfand. Das Eigeninteresse kam ferner dadurch zu Ausdruck, dass etliche Jugendliche sich vom Unterricht befreien ließen, um so beim Jugendforum mitmachen zu können.

Celine Wittemeyer gehörte bei dem Forum zu den freiwilligen Helfern. Sie mag die Arbeit mit Jugendlichen und stuft das Jugendforum als wichtig ein, weil davon einige Impulse ausgehen können. Patricia Meier, die zusammen mit ihr am Stand war, fasste das so zusammen:“ Die Beteiligung von Jugendlichen finde ich wichtig, damit Singen vielfältig wird.“

Benjamin Janke war ebenfalls interessiert bei der Sache. Er nahm am Workshop Mobilität teil. Sein Hauptanliegen:“ Ich komme aus Gottmadingen und mir passiert es manchmal, dass nicht für alle Fahrgäste Platz im Zug ist, weil er zu voll ist. Dann bleibt man einfach am Bahnhof stehen – das ist ein Problem. Ich habe das schon beim Workshop angesprochen und werde es später nochmals vortragen, wenn alle Punkte gesammelt werden. Ich denke nämlich, dass man auf diese Weise etwas erreichen kann.“
Auch Amanda von der Hebelschule hat einen Wunsch: Sie möchte, dass die Hebelschule eingezäunt wird, da dort des Öfteren am Wochenende Jugendliche sind, rauchen oder die Schule beschädigen. Außerdem wüscht sie sich eine bessere Beleuchtung in der Stadt Singen. Khamza spricht von einer Begegnungshütte, bei der sich die Jugendlichen ab 16 Jahren versammeln können. Außerdem hat er die Idee von einem Streetcoccer - Platz, dies soll ein kleiner Fußballplatz in der Südstadt sein.

Ein weiterer Schüler und Mithelfer war Tizian Mattes von Hegau - Gymnasium. Er findet:“ Es ist beeindruckend, dass so viel Interesse und so viele Ideen für das Jugendforum gibt. Es ist eine gute Gelegenheit, damit sich die Jugendlichen ein besseres Bild von der Politik machen können.“ Patrycia, die den“ Verkehr und Mobilität“ – Workshop geleitet hat, ist ebenfalls begeistert.“ Ich höre oft von vielen Leuten, dass Singen asozial sei. Jeder hat heute durch sein Interesse gezeigt, dass es nicht so ist. Singen ist schließlich ein Ballungspunkt in unserer Region und hat natürlich auch viele Aufgaben“.